Ingwerkuchen

Wüste: Ingwerkuchen | Entdecke einfache, leckere und unkomplizierte Familienrezepte | YUM

Beim ersten Mal, als ich diesen Ingwer-Kuchen gebacken habe, war ich in Eile und hätte fast den Boden im Ofen vergessen. Ich kann nicht ganz nachvollziehen, wie das passiert ist, denn es roch so gut in der ganzen Küche, aber ich war mit dem Reis beschäftigt und habe den Boden vergessen. Ich habe es gerade noch rechtzeitig gemerkt, ich schätze, wenn er noch 2-3 Minuten länger drin geblieben wäre, wäre er ruiniert gewesen. Seitdem habe ich gelernt, nicht zwei Dinge gleichzeitig zu machen. Der Kuchen ist ganz anders als alles, was ich normalerweise mache – er enthält frischen Ingwer, Gewürze und eine gebackene Creme, die in der Konsistenz einer Glasur ähnelt, aber aromatischer ist. Ich weiß, dass viele sagen: „Ich benutze keinen Ingwer, weil er zu scharf ist“, aber hier passt es, er mildert sich und hinterlässt keinen scharfen Nachgeschmack. Ich habe ihn schon mehrmals gemacht, er gelingt immer anders, aber er ist immer lecker.

Schnelle Infos (damit du keine Zeit verschwendest): Dieser Kuchen braucht etwa eine Stunde und ein wenig mehr (wenn du die Form nicht wie ich im Ofen vergisst). Mit diesen Mengen machst du ein klassisches Blech, etwa 10-12 Portionen, je nachdem, wie groß du die Stücke schneidest. Es ist nicht kompliziert, aber ich sage nicht, dass es für Kinder geeignet ist – man muss beim Mixen und Backen aufmerksam sein, das ist alles. Ich mache ihn auch abends, ich mache mir keinen Stress, er passt sowohl zu Partys als auch zum Frühstückskaffee.

Warum mache ich dieses Rezept so oft? Erstens, es ist sehr aromatisch, ohne schwer zu sein, und nicht aggressiv süß. Das Vollkornmehl gibt ihm eine tolle Textur, es ist nicht wie ein Biskuit, es hat eine gewisse Dichte, aber ist nicht schwer. Und ehrlich gesagt, die Zutaten habe ich immer im Haus, höchstens fehlt der Ingwer und dann improvisiere ich. Wenn ich Gäste habe, ist es praktisch, weil es keine schwere Buttercreme oder andere Zutaten enthält, die schnell verderben. Außerdem weiß ich nicht, wie man ein anderes Dessert mit Anis macht, und das verändert alles.

Zutaten und ihre Funktionen (damit du dich nicht fragst „Wozu ist das gut?“)
- 200 g Butter (fette Butter, keine Margarine; gibt den Hauptgeschmack für den Boden und bindet ihn)
- 200 g Zucker (für den Boden; nicht weniger verwenden, sonst karamellisiert er nicht und wird fad)
- 125 g Zucker (für die Eiercreme oben; gibt Geschmack und sorgt für die krustige Textur)
- 125 g Vollkornmehl (für Dichte und einen leicht rustikalen Geschmack, verwende nicht nur weißes Mehl, das ist langweilig)
- 125 g Weißmehl (damit der Boden nicht zu schwer oder krümelig wird; die Kombination mit Vollkornmehl funktioniert perfekt)
- 4 Päckchen Vanillezucker (zwei im Boden, zwei in der Creme; helfen, dass das Aroma nicht nur ein Ingwerfest wird)
- 1 Päckchen Backpulver (damit der Boden aufgeht; wenn du es vergisst, wird er klebrig)
- 6 Eier (trennen: Eiweiße für den Boden, Eigelbe für die Creme – der Boden wird luftig, die Creme wird wie ein dünner Flan)
- 2 cm frisch geriebener Ingwer (gibt das Hauptaroma; versuche es nicht mit Pulver, das ist viel zu scharf und trocken)
- Saft von einer Zitrone (hebt den Ingwer hervor und mildert die Süße; ignoriere es nicht, auch wenn du saure Geschmäcker nicht magst)
- Gemahlener Anis (ich gebe etwa einen halben Teelöffel insgesamt hinzu; weniger geht auch, wenn du kein Fan bist, aber lass es nicht ganz weg)
- Gemahlene Nelken (eine Prise im Boden; sie sollen nicht dominieren, sondern nur leicht spürbar sein)
- Etwas Kakaopulver (zum Bestäuben am Ende, nur für den Kontrast und einen Hauch von Bitterkeit)

Zubereitung (mit all meinen Missgeschicken)
1. Heize den Ofen auf 180 Grad vor, während ich mit dem Schlagen der Eiweiße beginne.
2. Ich schlage die Eier – die Eiweiße in eine große Schüssel, die Eigelbe lasse ich beiseite, die kommen später in die Creme. Wenn ein wenig Eigelb zu den Eiweißen gelangt, ist das nicht schlimm, aber nicht zu viel, sonst schlagen sie nicht gut.
3. Ich schlage die Eiweiße mit einer Prise Salz, aber nicht zu fest, also nicht zu Beton. Wenn sie Wellen schlagen und nicht aus der Schüssel laufen, höre ich auf. Man muss wirklich nicht eine halbe Stunde mit dem Mixer arbeiten.
4. In eine große Schüssel gebe ich die weiche (nicht geschmolzene) Butter und 200 g Zucker. Ich schlage das mit dem Mixer etwa 2-3 Minuten lang, bis es eine Creme wird. Hier braucht man Geduld, wenn die Butter zu kalt ist, hat man Schwierigkeiten, wenn sie warm ist, geht es schnell. Ich füge zwei Päckchen Vanillezucker, den Saft einer ausgepressten Zitrone, Anis und gemahlene Nelken hinzu und mixe kurz weiter.
5. Ich gebe etwa die Hälfte des geschlagenen Eiweißes in diese Buttercreme, vermische es vorsichtig mit einem Spatel, nicht mit dem Mixer, sonst gerinnt alles.
6. Ich reibe den frischen Ingwer, ich gebe ihn nie direkt zur Butter, sondern vermische ihn mit dem Mehl. Also mische ich in einer kleinen Schüssel das Vollkornmehl, das Weißmehl, das Backpulver und den geriebenen Ingwer. So bleiben keine Klumpen von Ingwer zurück.
7. Ich beginne, die Mehlmischung in die Buttercreme zu geben, füge sie nach und nach hinzu und homogenisiere vorsichtig, wieder mit dem Spatel. Ich gebe Gas, ich will die Luft aus den Eiweißen nicht verlieren.
8. Wenn die Mischung homogen aussieht, füge ich den Rest des Eiweißes hinzu und mische langsam, um die Textur nicht zu ruinieren.
9. Ich bereite die Form vor – normalerweise benutze ich eine 25x35 cm große Form, die mit Backpapier ausgelegt ist (ansonsten klebt sie sicher irgendwo fest). Ich gieße die Mischung hinein und glätte sie mit einem Spatel, damit keine großen Hügel entstehen.
10. Ich stelle die Form in den Ofen auf die mittlere Schiene, für etwa 20 Minuten. Ich öffne die Tür nicht, sonst fällt er zusammen!
11. In der Zwischenzeit mache ich die Creme: die restlichen Eigelbe kommen in eine Schüssel, ich schlage sie mit 125 g Zucker, dem restlichen Vanillezucker und etwas gemahlenem Anis (nicht viel, vielleicht ein Viertel Teelöffel). Ich schlage gut, bis der Zucker sich auflöst und die Mischung heller wird.
12. Sobald der Boden anfängt, an den Rändern leicht eine Kruste zu bilden (nach etwa 20-25 Minuten, je nach Ofen), hole ich die Form heraus und gieße die Eiercreme mit Zucker darüber. Ich verstreiche sie schnell mit dem Rücken eines Löffels, sonst beginnt sie sofort zu gerinnen.
13. Ich stelle die Form wieder in den Ofen, für weitere 15-20 Minuten, bis die Oberseite nicht mehr flüssig ist, sondern schön fest wird. Öffne den Ofen nicht zu oft, sonst kann er zusammenfallen. Wenn die Oberseite zu stark bräunt, lege ich in den letzten Minuten ein Stück Backpapier darüber, aber normalerweise ist das nicht nötig.
14. Ich nehme die Form heraus, lasse sie 5 Minuten ruhen (nicht länger, sonst werden die Ränder feucht), dann bestäube ich sie mit etwas Kakao. Nicht zu viel, sonst überdeckt es die Aromen. Ich schneide sie erst, wenn sie abgekühlt ist, sonst bleibt die Creme am Messer kleben und die Ränder zerfallen.

Tipps, Variationen und Serviervorschläge

Tipps
Versuche nicht, mit Ingwerpulver zu arbeiten, das ist nicht dasselbe und wird etwas bitter. Wenn dir der Anisgeschmack zu stark ist, verwende weniger oder nur in der Creme, denn er ist sowieso nicht sehr dominant, aber „bindet“ die Aromen. Versuche nicht, die Eiweiße zu fest zu schlagen, sonst lassen sie sich nicht gut einarbeiten und der Boden wird trocken. Wenn du einen Ofen mit Umluft hast, funktioniert es, aber achte darauf, dass die Ränder schneller garen. Bei der Eiercreme ist es wichtig, den Zucker gut aufzulösen – wenn du ihn granuliert lässt, schmeckt man es am Ende.

Ersatz
Es funktioniert auch mit glutenfreiem Mehl (z. B. Hafer- oder Mandelmehl), aber lasse das Vollkornmehl nicht ganz weg, sonst fehlt der tolle Geschmack. Die Butter kann, wenn du darauf bestehst, durch Kokosöl oder vegane Butter ersetzt werden, aber die Textur ist dann nicht mehr die gleiche. Ich habe es einmal mit braunem Zucker (für den Boden) versucht, aber das karamellisiert zu stark und ist schwer zu kontrollieren. Der Kakao oben kann durch etwas Zimt ersetzt werden, aber ich empfehle das nicht, wenn du bereits viel Anisaroma hast.

Variationen
Manchmal füge ich einen Esslöffel gemahlene Nüsse in den Boden hinzu – das gibt noch mehr Textur, aber mach das nicht, wenn du keine Lust auf etwas Knuspriges hast. Ich habe es auch mit Orangenschale anstelle von Zitrone versucht, aber das erschien mir zu parfümiert. Wenn du mehr Creme möchtest, kannst du die Menge an Eigelben mit Zucker verdoppeln und darüber gießen, aber achte darauf, dass es nicht zu hoch wird, da es in der Mitte schwer gar wird.

Servieren
Ich serviere ihn normalerweise kalt, mit schwarzem Tee oder einem stärkeren Kaffee, er passt auch gut zu einem einfachen Joghurt (für die, die die Süße noch weiter reduzieren möchten). Ich habe ihn auch mit etwas Schlagsahne serviert, aber das braucht er nicht wirklich, denn die Textur ist schon weich. Er passt nicht gut zu Eis, es ist eine Art Dessert, das etwas Warmes dazu haben möchte. Wenn etwas übrig bleibt, zerbrösel ich ihn über Kompott oder mache einen improvisierten Trifle mit frischen Früchten.

Häufig gestellte Fragen

1. Kann ich weniger Zucker verwenden?
Ja, aber ich würde nicht mehr als 50 g insgesamt reduzieren, sonst wird der Boden nicht knusprig und die Eiercreme schmeckt fad. Du kannst Kokoszucker oder Erythrit verwenden, aber die Textur ist anders, sie ist trockener.

2. Ich habe kein Vollkornmehl – geht auch nur Weißmehl?
Ja, aber der Boden wird „fluffiger“ sein, hat nicht die leicht rustikale Textur, die ihn interessant macht. Kompensiere mit einem Esslöffel Weizenkleie, wenn du hast, damit er nicht fad wird.

3. Was könnte ich anstelle von Eiern verwenden, um es vegan zu machen?
Für den Boden kannst du „Aquafaba“ anstelle von Eiweiß versuchen (das Wasser von Kichererbsen, geschlagen zu Schaum), bei der Creme ist es schwieriger – es gibt Varianten mit Stärke und pflanzlicher Milch, aber ich habe es ehrlich gesagt nicht ausprobiert. Die Textur wird nicht die gleiche sein.

4. Kann ich etwas anderes anstelle von Ingwer verwenden?
Es funktioniert mit Zitrusschale, Kardamom oder Zimt, aber es wird nicht so frisch sein. Ingwer gibt ein besonderes Aroma, es ist nicht nur „Aroma“, es hat auch eine gewisse Schärfe, die beim Backen milder wird. Wenn du keinen hast, verwende eine Mischung aus Orange und einer Prise Pfeffer.

5. Muss ich Kakao oben drauf geben?
Nein, aber ohne wird der Kuchen an der Oberfläche ziemlich blass. Wenn du keinen Kakao möchtest, kannst du Puderzucker verwenden oder einen schnellen Zitronensirup machen und ihn darüber träufeln.

Nährwerte (ungefähr, nicht als medizinische Beratung betrachten)
Ein mittleres Stück (ca. 1/12 des Kuchens) hat etwa 270-300 kcal, mit 10-12 g Fett, 35-40 g Kohlenhydraten und etwa 4-5 g Protein, je nachdem, wie groß du es schneidest. Das Vollkornmehl und die Butter machen ihn sättigender als ein einfacher Rührkuchen, aber er ist kein Zuckerschock – man fühlt sich nach zwei Stücken nicht schuldig. Ich empfehle nicht, ihn mit einer Menge Schlagsahne zu essen, denn dann geht es bei den Kalorien schnell nach oben, aber es ist kein Dessert, bei dem man sich danach schwer fühlt. Ein Stück ist auch zum Frühstück in Ordnung, es liegt nicht schwer im Magen. Wenn du es weniger süß magst, reduziere den Zucker oder mache die Eiercreme nur aus 4 Eigelben mit 80 g Zucker.

Wie man es aufbewahrt und wieder aufwärmt

Ich bewahre ihn im Kühlschrank auf, abgedeckt mit Folie oder in einer Plastikbox, er hält sich gut 3-4 Tage, ohne trocken zu werden. Er hält sich besser als ein klassischer Kuchen mit Creme. Es lohnt sich nicht, ihn einzufrieren, da die Textur dann leidet. Wenn du ihn aufwärmen möchtest (zum Beispiel für den nächsten Tag zum Frühstück), lege ein Stück für 10-15 Sekunden in die Mikrowelle oder dämpfe es, aber sei vorsichtig, die Eiercreme könnte zu weich werden, also lass es besser eine halbe Stunde bei Zimmertemperatur stehen, bevor du es isst. Wenn es im Kühlschrank zu fest wird, kannst du es mit einem Spritzer Milch oder Wasser besprühen und dann kurz abgedeckt lassen, es wird wieder weich.

Boden: Ich habe die Eiweiße von den Eigelben getrennt, die Eigelbe beiseitegelegt und die Eiweiße geschlagen, bis sie schaumig, aber nicht zu fest waren. In einer Schüssel habe ich die Butter mit 200 g Zucker, Zitronensaft, Anis, gemahlenen Nelken und 2 Päckchen Vanillezucker vermischt, bis eine luftige Creme entstanden ist. Dann habe ich die Hälfte des geschlagenen Eiweißes hinzugefügt, gemischt und dann Ingwer, Weizenmehl, Vollkornmehl, Backpulver hinzugefügt und alles homogenisiert. Schließlich habe ich den Rest des geschlagenen Eiweißes hinzugefügt und vorsichtig gemischt, um die Luftigkeit nicht zu zerstören. Ich habe ein Backblech mit Backpapier ausgelegt, den Teig hineingegossen und in den Ofen gegeben. Creme: Ich habe die 6 Eigelbe mit 125 g Zucker, etwas gemahlenem Anis und 2 Päckchen Vanillezucker vermischt und gut geschlagen, bis der Zucker vollständig aufgelöst war. Nachdem der Boden etwas mehr als die Hälfte der Zeit gebacken war, habe ich das Blech aus dem Ofen genommen, das geschlagene Ei mit Zucker darauf gegeben und wieder in den Ofen gestellt, bis die Eigelbe fest waren und der Boden vollständig gebacken war. Ich habe etwas Kakao über den warmen Kuchen gestreut, um einen Kontrast zu schaffen. Guten Appetit!

 Zutaten: Ich habe verwendet: 2 cm geriebenen Ingwer, Saft von einer Zitrone, 125 g Vollkornmehl, 125 g Weißmehl, 125+200 g Kristallzucker, 4 Päckchen Vanillezucker, 1 Päckchen Backpulver, 200 g Butter, 6 Eier, gemahlener Anis, gemahlene Nelken.

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